SPAZIERGÄNGER AUS PRIEL GERETTET Am 20.10.2019

Mit vereinten Kräften haben die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am Sonntagmittag zwei Rettungsflöße mit den Feuerwehrleuten Olaf Kratt und Christian Jung, einem Spaziergänger und einem Hund am Flinthörn an den Strand gezogen. Der Gast hatte gemeinsam mit seiner Frau und dem Hund das schöne Wetter auf der Weite der Sandbank genossen. Um die Gefahren des Priels wussten sie sehr wohl, schätzten die Situation bei der Rückkehr zum Strand aber offenbar falsch ein und wähnten sich schon im sicheren Bereich des Priels. Während die Ehefrau festen Boden unter den Füßen behielt, sank der Mann so tief bis zur Hüfte ein, dass er sich nicht mehr selbst befreien konnte.

Vom Strand alarmierte die Frau die Leitstelle und gab den Rotary-SOS-Punkt „B“ an. Die Feuerwehr rückte sofort mit Trecker und rettungsflößen und Feuerwehrleuten an, Auf dem Weg zur zu rettenden Person stellten auch die Feuerwehrkräfte fest, dass die Tragfähigkeit des Boden mehrfach nicht ausreichte.

Die Warnung vor dem Durchqueren des Priels durch Schilder und Plakate ist daher weiter aktuell. Während des Einsatzes durchquerten mehrere Personen etwa 400 Meter weiter südlich den Priel, sie hatten aber großes Glück und gelangten auf die Sandbank..

Hintergrund: Als die Sandbank noch nicht an den Strand angeschlossen war, hat sich durch die Strömung am Grund ein wellenförmiger Boden gebildet. Das ist bei Wasser, das über Sand strömt normal, Langeoog-Fans kennen die kleinen Rippeln am Strand, die „Rippeln“ sind im Priel aber bis zu 1,20 Meter tief. Seit die Sandbank am Hauptstand angeschlossen ist und die Strömung deutlich geringer, setzen sich die natürlichen Schwebstoffe, die aus dem Watt mit dem Wasser in die Nordsee gelangen, am Boden ab und füllen die Bodenwellen mit Schlick auf. So erscheint eine eben Fläche zu bestehen, die aber teilweise nicht tragfähig ist.

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