IM RAUCH DURCHS KELLERLABYRINTH Am 06.02.2020

Es knallte und zischte, dann quollen dichte Rauchschwaden aus den Katakomben des HDI. Gut, dass die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Langeoog schon wenige Minuten nach dem Alarm vor Ort waren. Und noch besser, dass es sich dabei lediglich um eine Übung handelte. Auf welche Schwierigkeiten die Feuerwehr im Ernstfall gefasst sein muss, ließ sich einmal mehr eindrucksvoll beobachten.

Ein Arbeitsunfall mit Feuer und starker Rauchentwicklung im Keller wurde als Szenario angesetzt: Ein Mensch konnte sich retten, ein anderer wird noch vermisst und hinter einer der unzähligen Türen des verwinkelten Untergeschosses vermutet. Oberlöschmeister Olaf Kratt hatte den Keller für diesen Einsatz präpariert und Rauchbomben gezündet; danach löste er den Alarm aus und alarmierte die Kameraden und Kameradinnen, die diesen Dienst übrigens ehrenamtlich und in ihrer Freizeit versehen. Sobald die Pieper gehen, lassen die engagierten LangeoogerInnen dafür alles stehen und liegen und eilen zum Einsatz: Ein Ehrenamt, dem wirklich alle Ehre gebührt.

Oft wissen die Feuerwehrleute bei Übungsalarmen nicht einmal selbst, dass es sich um Übungen handelt. Aber auch wenn, so wird jede Übung wie ein Ernstfall behandelt: Mit Disziplin und voller Konzentration. Damit jeder Handgriff sitzt, wenn wirklich einmal jemand in Not ist — zum Beispiel, weil der Keller eines Veranstaltungshauses brennt.

Wird geladen
×