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Geschichte Vor dem Gründungsjahr 1934 war auf unserer Insel eine Pflichtfeuerwehr eingerichtet, die ihre Unterbringung im Hospiz des Klosters Loccum fand. Ausgerüstet war die Wehr damals mit einer Handdruckspritze und drei Längen Schlauch a 15 Meter. Im April des Jahres 1934 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Langeoog gegründet, dessen Wehrführer Tjark Fischer wurde. Als Stellvertreter wurde Heinrich Wilken gewählt. Die Wehr wurde damals von 15 Mann gegründet. Gleichzeitig schaffte die Wehr eine damals moderne Tragkraftspritze auf Anhänger und einige Längen Schlauch an. Zur Unterbringung der Geräte wurde seitens der Kurverwaltung zwei ehemalige Badebuden zur Verfügung gestellt, die ihren Platz gegenüber dem Lebensmittelgeschäft Eckhart fanden. Auch ein Schlauchwagen wurde in Zusammenarbeit der Wehr hergestellt, um die im Laufe der Jahre angeschafften Schläuche unterzubringen. Kurz nach Anschaffung der TS mussten sie ihr Können unter Beweis stellen, es folgten mehrere Mittel- und Kleinbrände und ein Großbrand auf der Domäne Weerts. Im August 1938 wurde die Wehr zu einem Großbrand im Hafengelände gerufen. Es brannte dort eine der vielen von der Wehrmacht angelegten Teerkuhlen. Die Brandbekämpfung war sehr schwierig da die Wehr damals noch nicht über moderne Schaumlöschgeräte verfügte. Zu diesem Großbrand wurde die Wilhelmshavener Wehr angefordert, die solche Geräte hatte. Alle Einsatzfahrten der Wehr wurden bis 1940 mit Pferdefuhrwerken und Handzug gefahren. Inzwischen wurden die beiden Geräteschuppen hinter der Apotheke auf einem großen freien Platz aufgestellt. Hinzu kam ein Schlauchtrockengerüst, welches durch eine alte Ankerwinde angetrieben wurde. Bis 1940 blieben diese beiden Buden Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr. 1940 wurde auf dem Platz Gerdes ein neues Gerätehaus in Holzbauweise errichtet. Gleichzeitig wurde die Wehr motorisiert. Außer dem damaligen 2 S.H.D. wurde unserer Wehr ein umgebauter ehemaliger Polizeiüberfallwagen zur Verfügung gestellt, mit Anhänger und TS. Kurze Zeit später wurde noch ein Gerätehaus aufgestellt, ebenfalls mit einem Wagen und einer TS. Dieser Wagen wurde allerdings schon nach kurzer Zeit abgezogen, so dass die Wehr sich wieder mit einem Wagen begnügen musste. Durch den Kriegswirren wurden im Laufe der Jahre so ziemlich alle aktiven Männer zum Wehrdienst gerufen, so dass die Wehr erstmalig eine Damenfeuerwehr aufstellen musste, die von dem stellvertretenden Wehrführer Heyo Heyen, Wehrführer Wilken und Sieberns (beide im Wehrdienst) betreut wurde. In den Nachkriegsjahren fand sich die alte Wehr wieder zusammen, doch in den Reihen der Wehrmänner fehlte so manches vertrautes Gesicht, sie blieben auf dem Felde. Nach der Kapitulation wurde die Fliegerhorstfeuerwehr Langeoog der Wehrmacht aufgelöst. Aus diesen Beständen konnte sich die Wehr noch aussuchen was übrig geblieben war. Zu dem gehöhrte eine 17 Meter Anhängerleiter. Doch alles andere unterlag dem normalen Verschleiß, so dass im Laufe der Jahre es wieder neu angeschafft werden musste. Zu dem damaligen Brandschutz und Hilfeleistungsdienst kam noch der Krankentransport hinzu, welcher von uns bis 1961 betreut wurde. Aus diesem Grund wurde 1957 ein Ford Kastenwagen angeschafft. 1949 hatte die Wehr ein freudiges Ereignis zu verzeichnen. Von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde der ehemalige Rettungsbootschuppen von der Gemeinde angekauft und der Wehr als Gerätehaus übergeben. 1952 wurden der Wehr durch bauliche Veränderungen noch eine Garage und ein Schlauchturm von 13 Metern Höhe zur Verfügung gestellt. Der erste Wagen aus dem Jahre 1940 wurde dann im Februar 1959 von einem LF 8, Bogward Allradantrieb mit Vorbaupumpe ersetzt. Durch die wachsende Stärke der Wehr konnten aber nicht alle in dem Wagen transportiert werden, so beschloss der Gemeinderat 1964 der Wehr zum 30-jährigen Jubiläum ein VW Mannschaftstransporter zu überreichen. Doch der Platz im Schuppen reichte nicht aus, umalle Geräte unterzubringen. Ein Wagen und eine Leiter standen noch in einem provisorichen Schuppen, der allerdings ziehmlich Baufällig war… Deshalb wurde 1952 für 18000 .- DM das Gerätehaus westlich durch einen Anbau mit Schleppdach erweitert un dauf der Südseite ein Schlauchturm errichtet. Diese Anbauten wurden in Gestaltung und Material dam bestehenden angepaßt. 1961 wurde die Holztreppe zum Boden durch eine Massivtreppe im Schlauchturm ersetzt und 1965 baute man eine Toilette und ein Waschbecken ein. 1969 war ein weiterer Ausbau des Feuerwehrgerätehauses erforderlich, um das zweite Tanklöschfahrzeug (TLF8) unterstellen zu können. Das Gebäude wurde nach Osten um 3,30m erweitert, durch Unterfangungender alten Außenwand wurde der Raum für 3 Löschfahrzeuge geschaffen. Die einfahrten erhielten Rolltore mit Handkurbel. Die Gesammte Ostseite des Daches und die Westseiteüber dem Dachausbau bis zum first wurde neu gedeckt. Im Dachgeschoß wurde ein Unterrichtsraum mit Gardrobe geschaffen, der bis 1991 der Feuerwehr zu Schulungs- und Versammlungszwecken diente. Pünktlich zum 60. Jahrestag ihres Bestehens konnte die Freiwillige Feuerwehr Langeoog den neu errichteten Anbau an das Gerätehaus einweihen. Dieser anbau war notwendig geworden, weil man aus statischen Gründen in den bisherigen Schulungsraum Stützbalken einziehen musste und diese Räumlichkeit nicht mehr für den eignetlichen Zweck nutzbar war. In dem neuen Anbau befinden sich ein Schulungsraum, sanitäre Einrichtungen und ein Büro für den Gemeindebrandmeister. Den Kern des Feuerwehrgerätehauses bildet der ehemalige Rettungsschuppen, dessen Stiftstafel miz der Inschrift: Gestiftet von Beamten der Reichspost und Telegraphenverwaltung im Jahre 1887 aus Anlaß des neunzigjährigen Geburtsfestes Seiner Majestät `` Kaiser Wilhelm I`` an der Frontseite des neuen Anbaus angebracht ist.
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